Steillage FAQ

Wann kann ich das Festivalgelände betreten?

Der Einlass ist um 14 Uhr.
Die Konzerte beginnen dann um 16 Uhr.
Die Veranstaltung ist jeweils um 23 Uhr zu Ende.

Was darf ich nicht mit auf das Festivalgelände nehmen?

  • Speisen und Getränke
  • Glas jeglicher Art (Getränkeflaschen etc.)
  • Jede Art von Spray (Deospray, Pfefferspray etc.)
  • Drogen jeglicher Art
  • Waffen
  • Feuerwerksmaterial
  • Handtaschen über eine Größe von Din A4
  • Bitte verzichten Sie auch darauf, Tiere zur Veranstaltung mitzubringen.

An den Einlassstellen werden Sicherheitskontrollen durchgeführt. Mitgebrachte Taschen werden immer kontrolliert.

Evakuierung: Was ist zu tun?

Erstmal: Keine Panik! Eine Räumung ist in der Regel nur eine zeitlich begrenzte Maßnahme zu eurer Sicherheit. In den meisten Fällen wird der Festivalbetrieb nach der Unterbrechung wieder aufgenommen. Im Fall der Räumung des Geländes stehen zahlreiche Notausgänge zur Verfügung. Alle Notausgänge sind mit den großen grünen Notausgangsschildern kenntlich gemacht. Die Räumung wird von den Bühnen aus angekündigt. Ein*e Sprecher*in erklärt die Situation und wird alle Gäste bitten, das Veranstaltungsgelände zu verlassen. Helfen Sie anderen und hören Sie auf die Anweisungen unserer Ordner*innen. Sie sind geschult und wissen, was zu tun ist. Sie sorgen mit ihren Handlungen und Anweisungen für Ihre Sicherheit.

Was mache ich bei einem medizinischen Notfall?

Für sämtliche medizinische Notfälle, die vor Ort auftreten, haben wir Sanitäter*innen im Einsatz. Wenn Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich an die Ordner*innen, die überall auf dem Gelände verteilt sind oder direkt an einen Sanitäter*innen.

Jugendschutz­bestimmungen bei Steillage Open-Air 2019

Kinder bis 5 Jahre
Kinder bis 5 Jahre haben keinen Zutritt zum Festivalgelände.

Jugendliche unter 14 Jahre
Wenn Du unter 14 Jahre alt bist, darfst Du Dich auf dem Festivalgelände nicht ohne eine erziehungsberechtigte Person aufhalten. Die Abgabe von alkoholischen Getränken und Tabakwaren ist an Jugendliche unter 14 Jahren verboten, ebenso der Konsum!

Jugendliche unter 16 Jahre
Wenn Du zwischen 14 und 15 Jahre alt bist, darfst Du Dich auf dem Festivalgelände in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person zeitlich uneingeschränkt aufhalten. Bist Du ohne Begleitung einer erziehungsberechtigten Person unterwegs, darfst Du Dich nach 22:00 Uhr nicht mehr auf dem Festivalgelände aufhalten. Die Abgabe von alkoholischen Getränken und Tabakwaren ist an Jugendliche unter 16 Jahre verboten, ebenso der Konsum!

Jugendliche über 16 Jahre
Wenn Du zwischen 16 und 17 Jahre alt bist, darfst Du Dich auf dem Festivalgelände in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person zeitlich uneingeschränkt aufhalten. Bist Du ohne Begleitung einer erziehungsberechtigten Person unterwegs, darfst Du Dich nach 24:00 Uhr nicht mehr auf dem Festivalgelände aufhalten. Die Abgabe von alkoholischen Getränken, wie Bier, Wein oder Sekt, ist an Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahre erlaubt. Die Abgabe von Tabakwaren an Jugendliche unter 18 Jahre ist laut Jugendschutzgesetz verboten, ebenso der Konsum!

Übertragung des Erziehungsauftrages

Wenn Du einer Person den Erziehungsauftrag für Dein Kind überträgst, muss diese volljährig sein. Dieser Schritt sollte nur bei verantwortungsvollen Personen geschehen, die dieser anspruchsvollen Aufgabe gewachsen sind. Die Verantwortung hinsichtlich der Aufsichtspflicht und des Haftungsrechts bleibt trotz Übertragung weiterhin bei den Eltern!

Für die Übertragung des Erziehungsauftrags steht Dir dieses Formular zum Download zur Verfügung.

Hinweise:

Im Jugendschutzgesetz, gültig seit 01. April 2003, wurde der Begriff „erziehungsbeauftragte Person” (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 JuSchG) neu eingeführt. Nach dieser Regelung werden für Kinder und Jugendliche in Begleitung einer erziehungsbeauftragten Person bestimmte zeitliche Begrenzungen, z. B. für den Besuch von Gaststätten und Diskotheken, aufgehoben.

Wer kann „erziehungsbeauftragte Person” sein?

Die erziehungsbeauftragte Person nimmt aufgrund einer Vereinbarung mit der personensorgeberechtigten Person — meistens die Eltern — zeitweise oder auf Dauer Erziehungsaufgaben wahr. Sie muss volljährig sein. Es kann sich hierbei beispielhaft handeln um

  • Erzieherinnen,
  • Erzieher im Internat/Heim,
  • Pädagoginnen und Pädagogen in der Kinder- und Jugendarbeit/-hilfe,
  • Betreuerinnen, Betreuer in Vereinen,
  • Lehrerinnen, Lehrer,
  • Ausbilderinnen, Ausbilder,
  • Großeltern, Verwandte,
  • Freunde der Eltern,
  • volljährige Geschwister

Des Weiteren gilt als erziehungsbeauftragte Person jede Person über 18 Jahre, soweit sie auf Dauer oder zeitweise aufgrund einer Vereinbarung mit einem Personensorgeberechtigten Erziehungsaufgaben wahrnimmt (§ 1 Abs. 1Nr.4 JuschG). Die Vereinbarung ist zwischen der personensorgeberechtigten und der erziehungsbeauftragten Person direkt zu treffen. Eine Vereinbarung über eine dritte Person ist nicht möglich. Zwischen dem Erziehungsbeauftragten und dem Kind bzw. Jugendlichen muss ein Autoritätsverhältnis bestehen. Das ist zum Beispiel im Verhältnis Freund-Freundin gerade nicht der Fall, da dies dem Gedanken der partnerschaftlichen Gleichberechtigung widersprechen würde. Schließlich sind Aufgaben der Erziehung, wie die verantwortliche Aufsichtspflicht während der vereinbarten Zeit, auch tatsächlich zu übernehmen. Es sollte daher seitens der Eltern genau überlegt werden, ob die vorgesehen Person für diese Aufgaben auch geeignet ist.

Eine Übertragung des Erziehungsauftrages auf Veranstalter und Gewerbetreibende ist nicht möglich, da hier eine Interessenkollision bestehen würde.

Durch die Erweiterung des Kreises „erziehungsbeauftragte Person” gibt es für junge Menschen mehr Freiräume für den Besuch öffentlicher Veranstaltungen. Diese Lockerung ist aus Sicht des Jugendschutzes durchaus positiv zu bewerten. Sie entspricht entwicklungsspezifischen Veränderungen seitens der Jugendlichen, berücksichtigt das veränderte Freizeitverhalten Jugendlicher und stärkt die Verantwortung von Eltern. Der Gesetzgeber fordert keine schriftliche Form der „Erziehungsbeauftragung”, das heißt, ein Erziehungsauftrag kann auch mündlich erteilt werden. Für eine schriftliche Form sprechen allerdings der deutlichere Auftragscharakter und eine bessere Transparenz.

Empfehlungen für Eltern

  • Sie sollten die erziehungsbeauftragte Person persönlich gut kennen und ihr vertrauen können!
  • Überlegen Sie vorab, ob die erziehungsbeauftragte Person genügend eigene Reife besitzt, um dem Kind oder dem Jugendlichen Grenzen setzen zu können (Alkoholkonsum), unter Berücksichtigung altersentsprechender Freiräume.
  • Sprechen Sie eine konkrete, zeitlich begrenzte Beauftragung aus, nach Möglichkeit auch in schriftlicher Form — z. B. auf Kopie eines Ausweisdokumentes!
  • Blankounterschriften der Eltern auf Formblättern von Diskotheken/Gaststätten etc. mit nachträglicher Eintragung Volljähriger sind keine rechtmäßige Erziehungsbeauftragung!
  • Treffen Sie klare Vereinbarungen mit der Begleitperson (z. B. Rückkehrzeit, Rückweg)!
  • Prüfen Sie, ob der rechtmäßig Beauftragte auch tatsächlich die Erziehungsbeauftragung wahrnimmt! Eine Weiterdelegation an Dritte ist nicht möglich.
  • Die Verantwortung bleibt trotz Erziehungsbeauftragung weiterhin bei den Eltern — auch hinsichtlich Aufsichtspflicht und haftungsrechtlicher Folgen. Die Aufsichtspflicht wird nur teilweise auf den Beauftragten übertragen!

Weitere Informationen zum Thema Jugendschutz

Alle weiteren Informationen zum Jugendschutz finden sich unter www.bmfsfj.de oder www.jugendschutzaktiv.de.